Wie man seine ersten Mitarbeiter einstellt

Die Firma ist gegründet, das Büro ausgestattet, jetzt braucht es nur noch Menschen, die darin arbeiten. Gerade für Firmengründer sind Einstellungsgespräche eine große Herausforderung. Auf was muss man achten? Wie wichtig ist der persönliche Eindruck? Was soll man fragen?

Es gibt keine absoluten Wahrheiten, was erfolgreiche Jobinterviews angeht, aber wir haben einige Erfahrungen gemacht, die wir teilen wollen.

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl, wenn Sie mit den Kandidaten sprechen, aber vergessen Sie nicht Ihren Kopf dabei. Damit ist gemeint, dass jede Bewerbung, die es auf die Auswahlliste schafft, geprüft werden sollte. Stimmen die Angaben mit dem überein, was ein Bewerber im Internet veröffentlicht. Wenn Referenzen angegeben sind, dann sollten diese auch überprüft werden. Ein Gespräch mit einem früheren Chef kann sehr erhellend sein. Fragen Sie nicht den Lebenslauf ab, sondern reden Sie allgemein über Job und Freizeit. Die Skills kennen Sie, im Interview geht es vor allem um soziale Fähigkeiten.

Der Boss muss auch nicht immer alles alleine machen – im Zweifel können andere Kollegen hinzugezogen werden, um den Bewerber kennenzulernen. Sie müssen schließlich mit dem Kandidaten später zusammenarbeiten.

Ist die richtige Person gefunden, gibt es einige gesetzliche Dinge zu beachten: Wird jemand angestellt, braucht es zum Beispiel einen Vertrag, Anmeldung bei Kranken- und Renten- , Pflege- und Arbeitslosenversicherung. In manchen Branchen gibt es auch eine Pflicht zur Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft. Ebenfalls nicht vergessen sollte die Anmeldung beim Finanzamt, denn es muss Lohnsteuer abgeführt werden. Übrigens: Auch Freiberufler, die nur Projekt basiert arbeiten, werden zumindest eine schriftliche Bestätigung über die Dauer und Entlohnung ihrer Tätigkeit brauchen.

Was Probezeiten angeht, liegt das im Ermessen des Arbeitgebers. In der Regel sollten drei Monate reichen, um zu sehen, ob man völlig daneben gelegen hat.

Grundsätzlich bedeuten Mitarbeiter auch eine Menge Bürokratie, aber entweder stellen Sie jemanden ein der sich damit auskennt oder lagern das auf Personalberatungsfirmen aus.