Kleinunternehmen für Anfänger

Selbständig machen ist heute einfacher denn je. Man kann sich einen Gewerbeschein holen und schon geht es los. Wir wollen den Enthusiasmus der Neu-Gründer nicht mindern, aber ein paar kleine Ratschläge geben, die spätere Kopfschmerzen vermeiden helfen.

Neben der Unternehmensform ist auch der Name wichtig. Abkürzungen die keiner versteht, sollte man vermeiden. Meier & Schmitt ist immer noch besser als MeSchm. Fantasienamen kann man verwenden, sollte aber unbedingt nachschauen, ob diese Namen schon registriert sind. Seinen eigenen Namen kann man natürlich immer benutzen (und muss das auch bei Einzelunternehmen), zum Beispiel “Lebensmittelhandel Erwin Müller”.

Eine wichtige Entscheidung ist bei der Buchhaltung zu treffen. Wer nicht selbst versiert ist, sollte sich unbedingt Hilfe holen. Eine Möglichkeit ist natürlich, eine Fachkraft einzustellen. Wenn aber am Anfang noch kein Geld für Mitarbeiter da ist, sollte ein externer Steuerberater und/oder Buchhalter damit beauftragt werden. Eine gute Buchhaltung kann über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden.

Eine Art Trend ist es geworden, dass in manchen Startups die Mitarbeiter ihre eigenen Computer mitbringen (BYOD – bring your own device) . Das mag kurzfristig Geld sparen, ist aber langfristig keine gute Idee – schon aus Sicherheitsgründen. Sie können nicht wissen, welche Virensoftware auf den Rechner läuft und ob sie aktuell ist. Besser ist es, in Cloudservices zu investieren und so günstigen Speicherplatz zu mieten, statt sich selbst teure Server anzuschaffen. Das macht dann auch Geld frei für Mitarbeiter-Laptops.

Und dann bleibt da noch die Frage nach Büroräumen. Das hängt natürlich von der Art des Unternehmens ab. Man kann sich heute in so genannte Co-Working-Spaces einmieten oder Teil einer Bürogemeinschaft werden, um Geld zu sparen. Eine andere Alternative ist es, das Mitarbeiter im Home-Office sitzen und man sich zu Meetings in Hotels oder andere Räumlichkeiten trifft. Das kann die Kosten erheblich senken, vor allem auch, weil keine Investitionen getätigt werden müssen. Noch weiter gehen solche Unternehmer, die sich weltweit Wissensarbeiter buchen, die nur bestimmte Tasks erledigen und pro Stunde bezahlt werden.